Heute ist der Ausflug zur Insel – welche weiß ich jetzt noch nicht. Ich werde von Prof. Nam, um 07:30 Uhr an der Brücke abgeholt. Wir fahren nach Busan, wo sich alle treffen. Es war eine Gruppe von 16 Personen. Alle haben mich sehr freundlich begrüßt und sich gefreut, dass ich mitgekommen bin. Ein paar kannte ich ja schon von der Uni, den Rest werde ich in den drei Tagen kennen lernen. Frau Gu, hat mich auf deutsch begrüßt, mit den Worten, ich freue mich Sie kennen zu lernen. Herr Prof. Gu mit Frau und Kind (ein Sohn – In Zuh- von 8 Jahre) haben 16 Jahre in Deutschland gelebt. Beide sprechen sehr gut deutsch! Der Rest hat mich auf Koreanisch bez. englisch begrüßt. Wir haben das Gepäck, auf die Autos verteilt und dann ging es los. Nach ca. 4 Std. Autofahrt – mit einem kurzen Zwischenstopp am Ziel bez. an der Fähre. Wir sind nach einer kurzen Wartezeit aufgefahren. Danach sind wir dann aufs Deck gegangen. Die Überfahrt dauerte ca. ¼ Std. Wir sind dann noch ein paar Kilometer mit dem Auto gefahren, bis wir in die Hafenstadt angekommen sind. Eine Kurze Mittagspause und dann auf dem Parkplatz, wo die Anlegstelle für Inselurlauber ist. Das Einladen des Gepäcks, auf den Kutter, war einmalig. 16 Personen mit Gepäck und Zubehör. Los ging’s! 2 Minuten und wir waren auf der Insel. Das angemietete Haus, das Prof. Tel gebucht hat, entsprach nicht seinen Vorstellungen. Wir haben vorerst doch mal das Haus bezogen. Es war zu klein und sehr unsauber, von der Sanitären Anlage, möchte ich erst gar nicht reden. Prof. Gu, mit Koll suchten eine andere Bleibe. Es war ein richtiger Akt, bis wir das gesamte Gepäck – mit Handkarren zum Haus geschafft hatten. Als alles drin war, kam Prof. Gu – mit der Guten Nachricht. Alles wieder einpacken und umziehen. Es war ja nur so um die 38° C und schwül ohne Ende. Die neue Bleibe war schon schöner. Kein europäischer Standard, aber von den Räumlichkeiten angenehmer. Alles wieder rein und dann zum Strand. Abends essen und trinken am Strand. Es war wirklich ein feuchtfröhlicher Abend, wo wohl alle Prof. und ich, am Anschlag waren ( siehe Fotos) Irgendwann, so gegen 24 Uhr oder später, war der Akku bei allen leer! Es stand mir die erste Nacht auf dem Boden bevor. Eigentlich war mir das egal, wo ich lag, Hauptsache ich lag! Am anderen Morgen, ich glaube, habe ich wohl alle meine Knochen gespürt und das sind eine Menge. Mir taten alle Knochen weh! Die Toilette, musste ich benutzen. Au man, da war vor mir einer drauf und kein Wasser mehr da. Außer Badewannen mit Wasser gefüllt. Ok, da muss ich durch! Duschen ging natürlich auch nicht. Ein oder drei Schaufeln kaltes Wasser taten es auch. Morgens das Gleiche, WC verstopft, kein Wasser – ich war schnell fertig. Nach dem Frühstück, ausschlafen war nicht angesagt, ging auch nicht bei der harten Unterlage und bei den vielen Kindern –teilweise noch Kleinkinder. Ab zum Strand. Alle hatten noch den Abend in den Knochen. Es war ein sehr ruhiger Strandtag. Ich habe ein wenig die Insel erkundet, ein wenig in die Sonne gelegt, ein wenig geschwommen – sonst nichts! Gegen Abend ca. 19 Uhr, gingen alle ins Haus, weil es nach Regen aussah. Sonst hätten wir wieder am Strand gegrillt. Mittag haben wir am Strand noch gegessen. An Zweiten Tag, abends, habe ich rohen Fisch gegessen –natürlich mit Beilagen: Kimci, Gemüse, Knoblauch, Seetang und Sachen, die ich nicht kannte. Den Fisch haben wir vorher auf den Fischmarkt gekauft. Dieser Abend war etwas ruhiger, als der Strandabend – es war auch gut so! Der Abreisetag fing früh an, weil die Kinder sehr früh wach waren und die Mütter mit dem Problem zu kämpfen hatten, so wie alle Mütter, wenn Kinder anfangen zu quengeln. Gründe für die Quengelei, zu warm, ungewohnte Umgebung, Bauchweh, Zankerei mit den Geschwistern………………usw. Frühstück, immer warm mit Reis, Beilagen, Suppe und Pfannengericht. Kein Kaffee!! Von meine Kreuzschmerzen und Knochen bez. Muskelschmerzen, möchte ich gar nicht mehr viel sagen. Hart schlafen soll ja gesund sein, aber so hart, kann für mich nicht gesund sein. An das viele Essen, muss ich mich auch erst mal gewöhnen. Dabei wollte ich doch abnehmen. Ich glaube, dass schaffe ich nicht bei diesen Portionen. Wenn ich nicht esse, könnten vielleicht einige beleidigt sein und das wollte ich verhindern. Also essen, was auf den Tisch kommt!!
Danach alles wieder einpacken, auf den Kutter, dann die Autofahrt zur Fähre. Wir hatten an der Fähre noch etwas Zeit und haben das Hauptquartier von General Hi besichtigt. Gen. Hi war ein sehr erfolgreicher Seemann, der es geschafft hat, mit einer Neuen Schiffskonstruktion (Schildkrötennachbau) mit 13 Männern – 133 feindliche Krieger (Japaner) zu besiegen. Er selbst verlor nur 2 Männer. Deshalb wird Gen. Hi in Korea und auch in Japan sehr verehrt. Nach dem Besuch sind wir dann auf die Fähre gegangen und haben den andere Hafen angesteuert. Wir sind dann wieder auf den Fischmarkt gegangen, wo Prof. Gu frischen Fisch (er wurde vor meinen Augen geschlachtet) gekauft hat. Diesen Fisch, als Vorspeise mit anschließendem Hauptgang, haben wir dann in einem Koreanischen Restaurant gegessen. Ich muss zugeben, roher Fisch ist nicht mein Fall, aber ich habe einige Stücke gegessen und habe die beobachtenden Blicke schon bemerkt. Wir sind dann anschließend nach Hause gefahren, haben noch einen kurzen Halt gemacht und ich bin dann umgestiegen. Prof. Nam fuhr mich nach Hause, weil es auf den Weg lag. Nach einer herzlichen Verabschiedung auf den Autobahnrastplatz und bei mir zu Hause, ging der Tag langsam zu ende. Ich war auch irgendwie kaputt. Dann war noch Klamotten waschen angesagt, so wie jeden Tag. Gegen 22 Uhr habe ich meinen Laptop ausgemacht und der Tag ging für mich zu ende.